Immoawards

Methode

Immoawards vergleicht ein Angebot nicht mit anderen Angeboten, sondern mit dem Wert, den dasselbe Objekt saniert hätte. Diese Differenz muss Kaufnebenkosten, Sanierung und Risiko tragen. Was danach bleibt, ist der Rohgewinn.

Woher die Eckdaten kommen

Der eingefügte Text wird nach den üblichen deutschen Begriffen durchsucht: Kaufpreis, Wohnfläche, Grundstücksfläche, Baujahr, Postleitzahl, Energieeffizienzklasse und Zustandsangaben. Was erkannt wurde, ist im Formular markiert und lässt sich vor der Berechnung korrigieren.

Wird stattdessen eine Adresse eingegeben, ruft der Server die Seite ab, sofern deren robots.txt das erlaubt, und liest strukturierte Daten nach schema.org aus. Die großen Portale sperren diesen Abruf. Dort führt der eingefügte Text zum Ziel.

Referenzwert der Lage

Für jede Postleitzahl sind ein Quadratmeterpreis für sanierten Bestand und eine Kaltmiete je Quadratmeter hinterlegt. Gesucht wird vom Genauen zum Groben: erst die fünfstellige PLZ, dann der Ortsname, zuletzt der PLZ-Bereich. Ein Treffer nur auf den Bereich wird im Ergebnis als Risiko ausgewiesen, weil er die Mikrolage nicht abbildet.

Sanierungskosten

Ausgangspunkt ist ein Satz je Quadratmeter nach Zustand. Darauf wirken zwei Faktoren: das Baujahr, weil ältere Substanz teurer wird, und die Energieklasse, weil G und H eine energetische Ertüchtigung nach sich ziehen. Auf die Summe kommt ein Risikopuffer von zehn Prozent.

Kaufnebenkosten

Grunderwerbsteuer nach Bundesland, Notar und Grundbuch, Maklercourtage. Zusammen zwischen rund neun und zwölf Prozent des Kaufpreises. Diese Kosten sind verloren und gehören deshalb vollständig in die Investitionssumme.

Grenzen

Das Modell kennt keinen Grundriss, keine Statik, keine Eigentümergemeinschaft und keine Verhandlung. Es rechnet mit Pauschalen, die im Backend einstellbar sind. Ein positives Ergebnis ersetzt keine Besichtigung, kein Wertgutachten nach ImmoWertV und keine Kostenschätzung nach DIN 276.